über uns

Adresse:
Gemeindezentrum
Thränitz 1
07554 Gera

Telefon: 0365 7101278
eMail: post@thränitz.de

Ortsteilrat Thränitz:
Ortsteilbürgermeister: Dieter Karius
Stellv. Ortsteilbürgermeister: Matthias Diezel
Ortsteilbeauftragter Collis: Matthias Peloke
Vereinsarbeit: Julia Karius
Seniorenbetreuung: Michael Schneider

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Sitzungsprotokolle

 

777-Jahre Thränitz – Die Gründung des Ortes kann in der sorbischen Siedlungszeit angenommen werden; der Name Thränitz bedeutet so viel wie Grasland. Die älteste Erwähnung des Ortes ist die Konsekrierungsurkunde der Kirche von 1238.

Thränitz bildet zusammen mit Collis und Am Stern den 3,51 ha großen Ortsteil Thränitz der Stadt Gera in Thüringen mit 407 Einwohnern (31. Januar 2009).
Geographie
Thränitz liegt im Südosten der Stadt Gera im Tal des Lammsbaches, einem Nebenlauf der Gesse. ist falsch. liegt auf 300m Höhe !!
Geschichte
Die Gründung des Ortes kann in der sorbischen Siedlungszeit angenommen werden, der Name Thränitz bedeutet soviel wie Grasland. Die älteste Erwähnung des Ortes ist die Konsekrierungsurkunde der Kirche von 1238. Im Zusammenhang mit der Belehnung Nickel von Endes mit Thränitz und halb Grobsdorf durch Herzog Johann wird es im Jahr 1515 verbrieft.
1533 wird es als Thrainitz, 1534 als Dreynitz beurkundet. 1530 findet sich in einer alten Prozessakte folgender Vermerk: ”Zins und Frohne im Dorfe Thrainitz haben von alders geyn Lubschwitz (Liebschwitz) gehört und folgend geyn Kaym (Kaimberg) gezogen.“ D. h. Thränitz war dem Rittergut Kaimberg lehnspflichtig. Um 1560 beginnen einige Thränitzer und Grobsdorfer Bauern, ihrem Lehnsherrn den Frondienst zu verweigern, woraufhin es 1562 zum großen Froneprozess mit 24 einzelnen Klagschriften kommt; viel erreichten sie jedoch nicht.
Zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach gehörig war das Kirchspiel Thränitz über die Jahrhunderte Mutterkirche für die umliegenden Gemeinden Kaimberg, Pforten, Gessen (bis 1848), Collis, Zschippern (beide Herrschaft Reuß jüngere Linie), Grobsdorf (je zur Hälfte dem Königreich Sachsen und dem Herzogtum Altenburg angehörig) sowie ab 1928 Poris-Lengefeld. Dass Bier ein Grundnahrungsmittel dieser Gegend ist, zeigt das Kircheninventarium von 1574, hier ist u.a. aufgeführt „eyn braupfan darauf man sechs scheffel weidisch mas brauen kann …“
Thränitz war einer der ältesten Schulorte der Gegend, sie hat schon lange vor der Reformationszeit bestanden. 1794 wird sie beschrieben als gänzlich neu ausgeführt, auf 500 Gulden versichert, mit Stroh gedeckt, die Esse aus gebrannten Ziegeln.
Der Siebenjährige Krieg von 1756–1763 verlangte der Gemeinde Thränitz 1000 Taler Kontributionsgeld an die Preußen ab.
Im 18. Jahrhundert fand für einige Jahre die Cruciger Bande, eine aus dem Raum Wurzen stammende Räuberbande, die ihre Diebeswaren bevorzugt auf dem Markt in Weida veräußerten, Unterschlupf in Thränitz. Den sie beherbergenden Bauern ist dies teuer zu stehen bekommen.
Im Zuge der Gemeindestrukturreform in Thüringen erfolgte am 1. Juli 1994 die Eingemeindung in die Stadt Gera.
2003/04 konnte der nicht mehr genutzte Garagentrakt der MTS in viel Eigenleistung, mit Sach- und Geldspenden aus dem Ort sowie aus Mitteln der Stadt Gera zu einem kleinen Gemeindezentrum und Feuerwehrheim umgebaut werden.
Sehenswürdigkeiten
▪ Kirche, 1238 konsekriert. Der Kirchturm in seiner heutigen Form entstand in den Jahren 1719 bis 1722, 1731 wurden Kirchenschiff und Dach baulich verändert. Das Innere der Kirche wurde 1952 neu gestaltet, der Ausbau entfernt, Chor und Orgel, die sich ursprünglich hinter dem Altar befanden, wurden über den Eingang verlegt, die ebenfalls früher über dem Altar befindliche Predigtkanzel hat jetzt ihren Platz am sog. Triumphbogen. 2000/01 konnten die Fassade saniert, Wetterfahne und Turmspitze erneuert werden. Bemerkenswert sind die Glocken aus den Jahren 1465 und 1501.
▪ Schulgebäude (heute Kindergarten) von 1914 mit Laubengang, sehr schön saniert.
Politik
Thränitz mit Collis und Am Stern ist seit dem 1. Juli 1994 zur Stadt Gera eingemeindet. Seitdem bilden die drei Orte den Ortsteil Thränitz der Stadt Gera mit eigener Ortschaftsverfassung und Ortsteilrat (bis II/2009 Ortschaftsrat). Ortsteilbürgermeister ist seit 1994 Dieter Karius (parteilos).
Entwicklung der Einwohnerzahl
▪ 1933: 210
▪ 1939: 244
▪ 2009: 281
Datenquelle: Stadtarchiv Gera; Deutsches Verwaltungsarchiv, Stadtverwaltung Gera.
Verkehr
▪ Die Orte werden über die Süd-Ost-Tangente Gera erschlossen.
▪ Eine ÖPNV-Anbindung besteht mit der GVB-Linie 19.
▪ Die nächstgelegene Bahnstation ist Gera Hauptbahnhof.
Kultur
Im Ort besteht eine Freiwillige Feuerwehr mit Jugendfeuerwehr und als Träger des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Kultur- und Freizeitverein, der sich um Seniorenbetreuung, Traditionspflege etc. kümmert und zahlreiche Dorffeste veranstaltet.
Freizeit
Im Gessental und Lammsbachtal befinden sich schön angelegte Wanderwege, u.a. zu den Colliser Alpen, einem schönen Aussichtspunkt.
Bildung
In der ehemaligen Schule befindet sich heute die
▪ Kindertagesstätte Regenbogen der Volkssolidarität.
Zuständige Grundschule ist die
▪ Neulandschule in Pforten.
Nächstgelegene Regelschule ist die
▪ Ostschule im Ostviertel.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Gera aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Chronik zu Gera: hier Thränitz

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