Zweckverband

Erheblich mehr Geld für den Kanalbau im Geraer Maienweg notwendig

Die Finanzen für die teurere Investition will der Zweckverband von Geldresten aus dem Abwasserbau in Thränitz nehmen. Dort ärgern sich Bewohner, weil nicht alles gebaut wurde wie erhofft.

Um 110 000 Euro teurer wird der Bau des Mischwassersammlers Maienweg zwischen dem Maienplatz und der Tinzer Straße. Per Beschluss hat der Verbandsausschuss des Zweckverbandes Wasser/Abwasser Mittleres Elstertal deshalb eine überplanmäßige Ausgabe im ersten Nachtragshaushalt des Verbandes beschlossen.
Die Mehrkosten für die Baumaßnahmen würden aus dem schlechten Zustand des Abwasserkanals resultieren, erklärte der Verbandsleiter Gerd Hauschild den Gemeindevertretern im Ausschuss. Zusätzlich sei es nötig, andere Versorgungsleitungen zu verlegen. In der Erde liegende Kabel würden die Bauarbeiten erschweren und es wären mehr Erdarbeiten notwendig, als ursprünglich vorgesehen war. Hinzu kämen ungeplante Straßenbauarbeiten.
Gedeckt werden die zusätzlichen Kosten aus nicht benötigten Investitionsgeldern für das Abwasser-Ortsnetz in Gera-Thränitz. Diese fast beendete Baumaßnahme sei um mehr als 141 000 Euro kostengünstiger als geplant.
Straßenbau wäre Sache der Stadt

In Thränitz sind Anwohner allerdings verärgert. Sie hatten erwartet, dass mit dem Kanalbau die maroden Anliegerstraßen auch mit einer Bitumendecke befestigt werden. Dafür ist der Zweckverband aber nicht zuständig, er stellt nach seinen Bauarbeiten nur den bisherigen Straßenzustand wieder her. Der Straßenbau wäre Sache der Stadt, mussten sie in der Ortsteilratssitzung in dieser Woche erfahren. „Letztlich ist der Straßenzustand eine Frage des nicht vorhandenen Geldes“, resümierte der Ortsteilbürgermeister Dieter Karius. Die Deckensanierung müsste die Stadt bezahlen. Nur für den grundhaften Ausbau könnte sie von den Grundstückseigentümern Ausbaubeiträge verlangen.
Angelika Munteanu / 12.12.14 / OTZ

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