Gera erwartet Hunderte zum Wandern auf dem Lutherweg

Gera erwartet Hunderte zum Wandern auf dem Lutherweg

Die einzige Lutherstatue Geras steht in der ­Zwötzener Kirche. Foto: Christine Schimmel

Gera. Der 31. Oktober soll ein besonderer Tag in Gera werden. Gelingen soll das mit einer Veranstaltung „Lutherwegwandern mit Theater“ anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation. „Der Lutherweg ist mehr als ein Pilgerweg. Er ist eine touristische Route und lädt zum Erleben der Heimat ein“, sagt Konrad Nickschick, Fachdienstleiter Umwelt der Stadt Gera. Entsprechend offen sei das ökumenische Angebot gehalten, das Christen und Atheisten gleichermaßen ansprechen möchte.

Verantwortlich sind neben der Stadt Gera der Ökumenische Kirchbauverein, der Verein Stadtwaldbrücken und die Otegau, die bereits zum dritten Mal eine gemeinsame Wanderung auf die Beine stellen. Diesmal ­sogar in Kooperation mit Theater & Philharmonie Thüringen, die an mehreren Stationen der beiden angebotenen Sternwanderungen Musik und Schauspiel zur Aufführung bringen.

Ort des Geschehens ist der Geraer Lutherwegabschnitt, der sich über 20 Kilometer durch das Stadtgebiet schlängelt und mittlerweile mit 13 Schautafeln an neuralgischen Punkten zum Verweilen einlädt. „Man hält an, erfährt etwas zur Stadtgeschichte und zu den Akteuren der ­Reformation“, wirbt Nickschick für die Teilnahme an der ­Veranstaltung, die allein anhaltendes bürgerschaftliches Engagement möglich macht. Gera sei schön. Das wolle man an diesem Tag allen zeigen – was liege da näher, als den Stadtwald mit einzubeziehen. Auch Heinrich-Dieter Hischer vom Verein Stadtwaldbrücken freut sich auf den Tag. „Wir, die für diese Stadt ­etwas tun, wollen Flagge zeigen und zusammenstehen und nach Möglichkeit 400 Leute bewegen, dabei zu sein“, hofft er auf zahlreiche Teilnahme.

Interessierte können sich zwischen zwei Wanderungen entscheiden. Die 10-Kilometer-Tour führt von Collis über die Zwötzener Kirche, durch den Stadtwald zu Fuchsturm und Reformationskreuz. Auch die 3-Kilometer-Tour hat das Reformationskreuz zum Ziel. Treff dafür ist die Salvatorkirche, von der es über den Lutherweg bis zur Untermhäuser Kirche geht und schließlich in den Stadtwald. Wanderer können an ­jeder Stelle einsteigen. In jedem Fall erwarten sie nicht nur eine fröhliche Wandergemeinschaft, sondern auch Luther und Katharina höchstpersönlich, die sich in historischen Kostümen unter die Wanderer mischen.

Ein Kulturprogramm bietet sich auf den Wanderstrecken, darunter Musik aus der Lutherzeit an der Zwötzener und Untermhäuser Kirche, Ausschnitte des Theaterstücks „Unduldsame Gespräche“ am Fuchsturm und an St. Salvator, eine ökumenische Andacht am Reformationskreuz und der Reformationsgottesdienst in St. Salvator.

 

Quelle: http://gera.otz.de/web/gera/startseite/detail/-/specific/Gera-erwartet-Hunderte-zum-Wandern-auf-dem-Lutherweg-680145411

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