Manfred Braune aus Thränitz stellt derzeit in der Galerie Farben-Kesseler in Gera aus.

Ausstellung bei Farben-Kesseler in Gera: Die Wirklichkeit mit dem Pinsel einfangen

Gera. Fast hätte sie es vergessen. Erst mit ihrem wohlverdienten Rentner-Dasein kam es ihr wieder in den Sinn. „Da war doch mal was“, sagt Barbara Marklowsky und verweist damit auf den Umstand, dass sie als Kind und Jugendliche stets gemalt hätte. Doch die Begeisterung für Farben und Pinsel musste den Verpflichtungen des Berufs- und Familienlebens weichen. Andere Prioritäten eben.
Doch vor ein paar Jahren besuchte sie einen Kurs für Malerei in Weida an der Volkshochschule. Und in jenen fünf Jahren wurde der vor sich hinschlummernden Leidenschaft wieder neues Leben eingehaucht. „In dieser Zeit habe ich dann auch meinen Stil gefunden“, erklärt die ehemalige Sekretärin. Wie gesehen, so gemalt, lautet ihr Motto. Von daher kann sie mit den abstrakten Ergüssen eines Wassily Kandinsky nur wenig anfangen. Man solle auf den Bildern doch etwas erkennen. Ihre bevorzugten Motive sind Landschaften und Blumen. Als Vorlage dafür greift sie auf Bücher, Zeitschriften und Fotos – die sie mitunter auch selber schießt – zurück. „Wenn ich irgendwo bin und sehe eine schöne Impression, dann halt ich dieses mit meiner Kamera fest“, so Barbara Marklowsky , die in Acryl und Aquarell malt. Außerdem beteiligt sie sich an dem Kunstkalender Gera, den die Firma Rudolph jedes Jahr herausgibt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf alten Gebäuden, mitunter sogar solche, die im Stadtbild gar nicht mehr anzutreffen seien, wie die Geraerin betont. „Malen ist mein Hobby“, sagt die 71-Jährige, die in der Galerie Farben-Kesseler 29 Bilder ausstellt. Freude und Entspannung würden bei der Tätigkeit an der Staffelei zusammenfallen.
Ein Hobby ist die Malerei auch für Manfred Braune aus Thränitz. „Als Kind konnte ich einigermaßen Malen und dann, im späteren Alter, so vor drei Jahren, fing ich wieder damit an, Landschaften festzuhalten“, so der 79-Jährige, der genau wie seine Mitstreiterin – beide kannten sich zuvor nicht – ein Faible für Natur-Impressionen besitzt. Und auch er könne mit der abstrakten Malerei nicht wirklich etwas anfangen, erklärt der selbstbetitelte „Autodidakt“ in Sachen Malerei. „Mir liegt sehr viel an Landschaften“, so Manfred Braune und ergänzt: „Es genügt doch, wenn die Industriebauten die Landschaft verstümmeln.“ Daran müsse sich die Kunst nicht auch noch beteiligen. Die Herausforderung bei seiner musischen Tätigkeit würde darin bestehen, dass mit dem Pinsel Eingefangene letztlich so aussehen zu lassen, wie die reale Vorgabe, erklärt der Hobby-Maler, der stolze 33 Bilder ausgestellt hat.
Marcus Schulze / 11.06.15 / OTZ

http://gera.otz.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Ausstellung-bei-Farben-Kesseler-in-Gera-Die-Wirklichkeit-mit-dem-Pinsel-einfang-711194538

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